SIMON, Heinrich

Wirkungsort / Wohnort

Frankfurt am Main / London / Washington D. C.

Beziehung zu Max Beckmann

Sammler(in) / Portraitierte(r) / Dargestellte(r)

Beruf / Tätigkeit

Autor(in)

Autor(in) von

Max Beckmann
SIMON 1984
Aufsatz
Max Beckmann
SIMON 1938
Rezension
Max Beckmann
SIMON 1930
Monographie
Neues Sehen. Max Beckmanns Malerei
SIMON 1929
Aufsatz
Max Beckmann
SIMON 1919
Rezension

Weiterführende Publikationen

Weiterführende Archivalien

Weiterführende Informationen

Dr. Heinrich Simon wurde von Max Beckmann in 706 Bildnis Heinrich Simon portraitiert. Das Bildnis entstand ohne Auftrag.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Simon_(Verleger)

LEIPZIG Museum der bildenden Künste 2011, S. 321.

Gemäß GÖPEL ERHARD / GÖPEL BARBARA 1976:
Der Verleger und Journalist Dr. Heinrich Simon, geb. 1880 in Berlin, gest. nach einem Überfall 1941 in Washington, war ein einflussreicher Förderer Beckmanns in seinen Frankfurter Jahren. Er hatte Literaturgeschichte, Philosophie und Volkswirtschaft studiert und mit einer Arbeit über Novalis promoviert, ehe er 1906 in die Redaktion der Frankfurter Zeitung eintrat. »Seit 1914 war Heinrich Simon mitverantwortlich für die politische Haltung des Blattes, dessen Meinungsfreiheit er vor den militärischen Instanzen nachdrücklich zu verteidigen wusste.« (unsignierter Aufsatz von Benno Reifenberg in: Die Gegenwart, Sonderheft Ein Jahrhundert Frankfurter Zeitung, 29. Okt 1956, S. 34). Einige Jahre später wurde Simon Vorsitzender der Redaktionskonferenz. Als Enkel des Begründers der Zeitung war er Mitinhaber des Verlages.

Simon war seit dem Ersten Weltkrieg mit Georg Swarzenski, dem Direktor des Städelschen Kunstinstituts, und mit dem Dichter Rudolf G. Binding befreundet. Aus den regelmäßigen Zusammenkünften der Freunde entwickelte sich der so genannte »Freitagstisch«, eine erweiterte Runde, die Simon in sein Haus am Untermainkai 3 einlud. Benno Reifenberg schrieb über diese Zusammenkünfte dieser Gruppe von Männern, »die von Anfang an das Außerordentliche in der Erscheinung von Beckmann erkannt haben«, und gab eine Vorstellung von der Funktion des Hauses Simon im geistigen und gesellschaftlichen Leben Frankfurts: »[...] unbeugsam in den geistigen Entscheidungen, moderne Menschen, so führten sie Jahre lang miteinander von Woche zu Woche ihre Gespräche fort. Die Sorgen des Landes, die Aufgaben der Stadt und die überraschenden, wie es damals schien, vielversprechenden neuen Ausdrucksformen, das bildete den Stoff ihrer Unterhaltungen. Gäste wurden zu der Runde eingeladen, manche tauchten improvisiert auf, mancher Fremde erschien aus lang vorbereiteter Verabredung. Es lässt sich sagen, dass an diesem Freitagstisch ein gut Teil des geistigen Deutschlands zu Gast gewesen ist. Dort also erschien Max Beckmann in Abständen, und von dorther ist viel Förderliches für den Künstler geschehen.« (Frankfurt 1 [1956], Heft 1, S. 10; teilweise nachgedruckt aus: Beiträge für Georg Swarzenski, Berlin 1951, S. 258)

1934 emigrierte Simon mit seiner Frau Irma Simon, die ebenfalls von Max Beckmann porträtiert wurde (235 Bildnis Irma Simon), nach Paris, später nach London, 1938 in die USA.

Der erste Aufsatz von Simon über Max Beckmann erschien anlässlich der Frankfurter Ausstellung 1919 im Kunstblatt. 1929 hielt er die Eröffnungsrede zu der großen Beckmann-Ausstellung im Frankfurter Kunstverein; im gleichen Jahr erschien in der Europäischen Revue sein grundlegender Aufsatz über Max Beckmanns Malerei. 1930 veröffentlichte Simon eine Beckmann-Monographie in der Reihe »Junge Kunst«.