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[Aufgrund der unterschiedlichen Schreibweisen des Vornamens Jsrael Ber Neumann (J. B.) beziehungsweise Israel Ber Neumann (I. B.) kommt es zu verschiedenen Abkürzungen des Vornamens. Im vorliegenden Werkverzeichnis wurde gemäß der Nachlass-Bezeichnung im MoMA J. B. Neumann Papers die Schreibweise Jsrael Ber ( J. B.) bevorzugt.]

J. B. Neumann wurde von Max Beckmann dargestellt in 206 Fastnacht, wo er mit Fridel Battenberg im Fastnachtskostüm gezeigt wird. Er ist darüber hinaus in dem Triptychon 604 Schauspieler im linken Bild zu sehen, wo er die NEW YORK TIM[e]S liest.

https://de.wikipedia.org/wiki/Israel_Ber_Neumann

LEIPZIG Museum der bildenden Künste 2011, S. 297.

Gemälde aus der Sammlung von I. B. Neumann wurden gezeigt während der Ausstellung NEW YORK New Art Circle I. B. Neumann 1936. Quelle: NEW YORK Artlover I. B. Neumann [1938]. Die Beckmann-Sammlung (oder Teile davon) wurde versteigert von NEW YORK Rains Galleries 24. Jan 1936 und NEW YORK Plaza Art Galleries 8. Mai 1940.

Gemäß GÖPEL ERHARD / GÖPEL BARBARA 1976:
Jsrael Ber Neumann setzte sich entschieden für Beckmann ein. Aus dem Buchhandel kommend, gründete er 1911 in Berlin das Graphische Kabinett, bezog 1915 die erste Etage des Hauses Kurfürstendamm 232 - im Rückgebäude veranstaltete die Berliner Secession ihre Ausstellungen, deren Geschäftsführer er zeitweise war - und eröffnete später Filialen in Bremen, Düsseldorf und München. 1911 nahm Neumann Graphik von Max Beckmann in sein Verlagsprogramm auf. Im November 1917 zeigte er die erste Ausstellung mit neuer Beckmann-Graphik. Spätestens ab 1920 gaben feste Abmachungen dem Künstler finanzielle Sicherheit. In seinen Graphischen Kabinetten handelte Neumann seither auch mit Gemälden.

Die Briefe von Max Beckmann an den Kunsthändler aus den Jahren 1920 bis 1939 dokumentieren die freundschaftliche, wenn es um die vereinbarten Zahlungen ging, auch spannungsreiche Beziehung. Sie geben zudem Aufschluss über Person sowie Schaffensweise des Künstlers in jenen Jahren und befinden sich heute in der Stadt- und Universitätsbibliothek in Frankfurt am Main. Die Briefe und Neumanns Erinnerungen »Sorrow and Champagne« sind veröffentlicht in HARTER / WIESE 2011.

Überraschend, aus persönlichen Gründen, verließ Neumann Berlin 1923 und ließ sich in New York nieder. Er eröffnete unter der Adresse 35 West 57th Street eine Kunsthandlung, die von Jan 1929 in 9 East 57th Street residierte und später in die 509 Madison Avenue umzog). Über große Schwierigkeiten hinweg hat Neumann in New York Verständnis für moderne deutsche Kunst zu wecken versucht. Er veranstaltete Ausstellungen, hielt Vorträge und sorgte mit zahlreichen Publikationen für Aufmerksamkeit. Neumanns Bilderhefte bzw. The Artlover spiegeln sein weitgespanntes Programm, von »Negerkunst« über mittelalterliche Holzschnitte bis zur Moderne.

Nach Neumanns Emigration sah sich Beckmann von ihm »in eine schauderhafte und unsichere Situation gesetzt« (Brief vom 9. Aug 1924). Am 28. Jul 1925 schlossen der Künstler und Neumann in Paris einen Vertrag, der im Oktober 1930 auf weitere sieben Jahre verlängert wurde. Die Verbindung wurde durch den Krieg unterbrochen, der Vertrag nach 1945 nicht erneuert. In seinen Erinnerungen rechtfertigt der Kunsthändler den Abbruch seiner geschäftlichen Beziehung zu Beckmann. Seine Einstellung zu Person und Werk blieben von dieser Entscheidung unberührt. In der gedruckten Ausgabe der Tagebücher von Max Beckmann erscheinen nur knappe Eintragungen über ein Wiedersehen und Auseinandersetzungen in New York (16. Nov 1947, 30. Dez 1948, 4. Jan 1949).

Nach der Übersiedlung Neumanns nach New York wurde die Nachfolgerin des Graphischen Kabinetts in Berlin, die  BERLIN Galerie Nierendorf, von Karl Nierendorf weitergeführt, der sich jedoch mit Max Beckmann nur wenig befasste. Die Leitung des Graphischen Kabinetts in München übernahm hingegen Günther Franke.